Flug 4U 9525 // Eine Stimmenthaltung // 28.03.2015

Nach wie vor offene Fragen // Kurzkommentar

 

Noch sind zum Absturz des Germanwings-Fluges 4U 9525 (44° 16′ 50,5″ N, 6° 26′ 19,8″ O) zu viele Fragen ungeklärt, so dass die zügige (um nicht zu sagen vorschnelle) Präsentation von Ergebnissen verwunderte. Aus Rücksicht auf die Verstorbenen und deren Angehörigen, aber auch im Interesse einer gesicherten Aufklärung der Ereignisse, verbieten sich Spekulationen ebenso wie vorschnelle Antworten. Viele Medien liefern Sensation und wenig Fakten. Ein Grund dafür, meinen Beitrag zurückzustellen.

 

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Beispielfoto aus der Triebwerksproduktion der Rolls-Royce MTOC GmbH, Dahlewitz //
Fotografie: Martin Sachse / 2003 / All Rights Reserved // Als Fotograf habe ich viele Jahre Flugtechnik und Produktion dokumentiert.

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Sonntagsgedanken // Satire darf nicht alles / Gastbeitrag von Peter Helmes / www.conservo.wordpress.com / 21.03.2015

Satire darf nicht alles // von Peter Helmes

 

Satire ist wieder „in“, nicht erst seit „Charlie Hebdo“, sondern auch – besonders verkrampft – bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Was uns da unter „Satire“ angeboten wird, ist platter Krampf und strapaziert eher die Darm- denn die Lachmuskeln.

 

Varoufakis Stinkefinger

Das jüngste Beispiel falsch verstandener Satire fand sich (ausgerechnet) am Sonntag, 20. März 2015. In seiner Sendung präsentierte ARD-Moderator Günther Jauch ein Video, das  einen Auftritt des heutigen griechischen Finanzministers bei einer Konferenz in Zagreb aus dem Jahr 2013 zeigt. Es ging Jauch ganz offensichtlich um eine Bloßstellung Varoufakis; denn der Mittschnitt bezog sich insbesondere auf eine Szene, bei der Varoufakis Deutschland den ausgestreckten Mittelfinger zeigt.

 

Varoufakis bezeichnete das Video in der Jauch-Sendung umgehend als manipuliert. In einer anderen Szene fragt der griechische Minister Jauch nach einer Entschuldigung für das „manipulierte Video“, mit dem eine „versöhnliche Stimme Griechenlands“ unterdrückt worden sei.

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Medien in der DDR und Medien heute – eine Analogie

Zitat aus einem Lehrheft der Karl-Marx-Universität Leipzig 1981

 

„Das Massenmedium Fernsehen gehört in der DDR zu den einflußreichsten Instrumenten der politisch-ideologischen Arbeit, die „sich in den Klassenkämpfen unserer Zeit als zuverlässige und wirksame Waffe erweisen“
/1/.
Mit seinen spezifischen Mitteln – der Kombination von Ton und Bild, der Möglichkeit ständiger Präsenz und unmittelbarem Dabeiseins u.a. – leistet es einen bedeutenden Beitrag zur politischen Leitung der gesellschaftlichen Prozesse, „zur politisch- ideologischen Orientierung der Werktätigen und zur Befriedigung ihrer wachsenden geistig-kulturellen Bedürfnisse“
/2/.“

1 / Honecker, E., Die nächsten Aufgaben der Partei bei der weiteren Durchführung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED, Berlin 1980, S. 90.

2 / Ebenda.

Viele ehemalige DDR-Bürger machten aus der Not eine Tugend und erlernten die „Technik-des-zwischen-den-Zeilen-Lesens“. Diese Übung fehlt heute vielen und muss erst wieder trainiert werden.

Siehe auch meinen Offenen Brief an die ARD vom 10.03.2015 und meinen Vortrag „Das Fernsehen der DDR – eine Innensicht“ / Refereat für die Konrad-Adenauer-Stiftung / Juni 2014.

 

Zitat zum Sonntag // 15.03.2015 // Von Vaclav Klaus, ehemaliger tschechischer Staatspräsident

Vaclav Klaus zu Pegida

 

„Diese Anti-Pegida-Demonstrationen sind nicht spontan. Das sind Demonstrationen wie in kommunistischen Zeiten, organisiert von oben, von links, den Grünen, von der Linken, aber auch von der CDU, SPD und den Gewerkschaften. Ich weiß nicht, was die Leute auf diesen Pegida-Demonstrationen sagen. Aber meine Interpretation ist, daß das eine spontane Reaktion auf die Irrationalität des Multi-Kulturalismus und der ungebremsten Einwanderung ist. In dieser Hinsicht hat die Pegida-Bewegung einen gesunden Kern.“

(Quelle: Konservative Kommentare März ´15, von Peter Helmes, conservo.wordpress.com)

Offener Brief an die „tagesschau“/ARD // 10.03.2015 (per Mail)

Ihre Berichterstattung zur Flüchtlingsproblematik

 

Werte Redaktion,

mit Bestürzung erlebe ich ihre einseitige Berichterstattung zur Flüchtlingsproblematik, Pegida und Kritikern der ideologischen Verklärung. Als politisch Verfolgter der DDR und Mitarbeiter des Fernsehens der DDR mit Berufsverbot zeigen sich mir erschreckende Parallelen zur Demagogie der DDR – mit unabsehbaren Folgen. Flüchtlinge der ehem. DDR haben ihr Land oft unter Gefährdung Ihres Lebens oder jahrelangen Repressalien verlassen, um nun eine Entwicklung zu erleben, die ich als Mitarbeiter des DDR-Fernsehens nicht verantworten wollte und deshalb meine berufliche Existenz verlor. Bevor sie den politischen Gegner diskreditieren, sollten sich Mitarbeiter der öffentlich rechtlich Medien um eine angemessene objektive Berichterstattung bemühen. So vermisste ich heute u.a nachfolgende Meldung: „Bürgerkriegsähnliche Zustände in Frankfurt/M. – Pegida-Teilnehmer mit Steinen beworfen“. Eine Frau wurde von einem Stein am Kopf getroffen und verletzt. Offenbar war es nur Glück, dass es nicht die Augen traf. Und täglich nehmen die Angriffe von links zu. Als Blogger habe ich mehrfach Pegida-Veranstaltungen besucht, wurde nie von Menschen bedroht, sondern nur unterstützt. Ich war, wie auch die Polizei, extremen Gefahren ausgesetzt. Berichten sie darüber, oder haben sie den Mut selbst die Orte des Geschehens aufzusuchen. Unzählige weitere Beispiele könnten folgen. Die gestörte Diskussionskultur in unserem Land ist die Ursache von Hass und fehlendem Dialog der Kontrahenten. Und die Medien haben dazu ihren Beitrag geleistet. Das ist völlig inakzeptabel.

(Der offene Brief ist bislang unbeantwortet. Sofern eine Stellungnahme vorliegt, wird diese zeitnah veröffentlicht)


Aktuell // Erneute Behinderung der Versammlungsfreiheit // Wuppertal / Pegida-Spaziergang / 14.03.2015

 

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Investitions-Ruine BER – Aufzeichnungen aus einem Totenhaus // Gastbeitrag von Peter Helmes / www.conservo.wordpress.com / 04.03.2015

Investitions-Ruine BER – Aufzeichnungen aus einem Totenhaus

 

Von Peter Helmes

Nein, da gibt´s nichts mehr zu lachen. Und selbst das Heulen vergeht einem. Daß der Verdruß der Bevölkerung über ihre Politiker täglich größer wird, findet seine Nahrung in solchen Skandalen – welch ein harmloses Wort! – wie der BER, der Berlin-Brandenburgische Großflughafen.

 

Aus dem Lehrbuch des unfähigen Politikers

Es ist ein Stück aus dem „Lehrbuch des unfähigen Politikers“. Wieviel Tinte und Druckerpatronen sind schon vergossen worden, um zu beschreiben, was unbeschreiblich ist?!  Da versagen der Reihe nach Geschäftsführungen und Aufsichtsräte, da weiß ein Unternehmen nicht, was das andere (schon) gemacht bzw. liegengelassen hat. Da werden Tausende (neuer) Koffer gekauft – zu Übungszwecken, obwohl noch keine Maschine abhebt. (Hauptsache, man hat vorsorglich schon ´mal einen Koffer in Berlin.) Da werden Mietverträge für Geschäftslokale abgeschlossen, obwohl es keine Kunden gibt…

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Zitat zum Wochenanfang // Von Friedrich Schiller // 03.03.2015

Demokratie, Mehrheit und Verarmung in Deutschland – ein altes Zitat mit aktueller Aussage

 

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm’ verkaufen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. Der Staat muß untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

(Quelle: Schiller, Demetrius I)

Von An- und Einsichten // Der Regierende Bürgermeister zu Problemvierteln // 01.03.2015

Kurzkommentar

„Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ist nicht der Meinung, dass das Tragen der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung Kippa in bestimmten Stadtteilen der Hauptstadt zu Problemen führe. “Ich nehme das so nicht wahr”, sagte Müller der “Berliner Morgenpost”.“ Auf diese Aussage des Regierenden Bürgermeisters bezog sich das Internet-Portal PI-News in einem Artikel (vorstehendes Zitat) und hatte den Bürgermeister zum Tragen einer Kippa aufgefordert, damit er damit eigene Erfahrungen machen kann. Der Artikel führte nun wohl zur Androhung einer Strafanzeige, weil sich Herr Müller durch die Veröffentlichung bedroht und beleidigt sehe. Hier soll keiner juristischen Bewertung vorgegriffen werden. Aber eines wird schon jetzt deutlich: Zwischen den Ansichten der politisch Verantwortlichen und den Einsichten in Bezug auf die Problemkieze Berlins besteht eine riesige Kluft. Und das betrifft nicht nur religiöse Symbole wie das Tragen einer Kippa, sondern bezieht sich auch auf ethnische und kulturelle Konflikte im weiteren Sinne.

Die betroffenen Bürger genießen keinen Personenschutz. Beleidigungen und Bedrohungen sind alltäglich. Das sollte man erst mal zur Kenntnis nehmen und nicht diejenigen verteufeln, die darüber berichten.

 

Siehe auch:

https://text030.wordpress.com/2014/03/24/passwort-anfordern-von-der-vorzeige-wohnsiedlung-zum-problemkiez-die-otto-suhr-siedlung-ver-bluhende-landschaften-im-westen/