Freudscher Versprecher? // Lapsus linguae als Klassiker

Freudscher Versprecher der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, heute in der Bundespressekonferenz? (31. August 2015).

 

Laut WIKIPEDIA ist „ein Freudscher Versprecher (nach Sigmund Freud), auch Lapsus linguae genannt, …eine sprachliche Fehlleistung, bei der angeblich ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zutage tritt….“

Dr. Merkel: „…Wir wenden uns mit der ganzen Härte unseres Rechtsstaats gegen die, die unsere Menschen, die andere anpöbeln, die andere Menschen angreifen, die ihre Unterkünfte in Brand setzen oder Gewalt anwenden wollen…“

(Quelle: Tagesschau / ARD / 31. August 2015, 20.15h)

O-Ton // Zitat


 

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„Mit päpstlichem Segen“ – Homosexuelle Propaganda // Gastartikel von Peter Helmes

„Mit päpstlichem Segen“ – Homosexuelle Propaganda

Von Peter Helmes

Hat die katholische Kirche die Orientierung verloren?
Vor gut einer Woche, am 21. August 2015, wurde die Marke von 500.000 Unterschriften zu einer Petition übersprungen, in der die Unterzeichner sich besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre über Ehe und Moral zeigen. Die Aktion wurde vor allem im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015 organisiert.
(Mehr dazu hier: (conservo.wordpress.com/2015/08/22/konservative-familien-petition-an-papst-franz-knackt-500-000-marke/)

Hauptkritikpunkt in der Petition ist die Sorge, daß auch aus dem Inneren der Kirche der katholischen Lehre über Ehe und Familie widersprochen wird. So heißt es u. a.:

„…Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, daß im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muß, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.“

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Ein Kommentar im Spiegel zum „Pack“-Problem und ein Vorschlag

 

Der Journalist Stefan Berg hat im Spiegel einen Kommentar zur verbalen Entgleisung des Vorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, geschrieben. So heißt es dort u.a.:

„…Mit seinem Versuch, die größtmögliche Distanz zu Fremdenfeinden zum Ausdruck zu bringen, hat sich Gabriel leider auf deren sprachliches Niveau begeben. Er hat den Begriff „Pack“ nun hoffähig gemacht….“

(Quelle : SPIEGEL, Stefan Berg)

Mein Vorschlag: „Pack“ zum Unwort des Jahres küren. Ein entsprechender Vorschlag an „unwortdesjahres.net“ blieb unbeantwortet. 

Und noch ein Vorschlag: Rückbesinnung auf eine demokratische Streitkultur und Versachlichung der Debatte. Ausgrenzung und Meinungsdiktatur sind dabei die gänzlich ungeeigneten Mittel. Das derzeitige Niveau erinnert an die Diskreditierung politischer Gegner in den beiden deutschen Diktaturen.

 

 

Zitat zum Sonntag // von Alexander Solschenizyn // 23. August 2015

Was in den ehemaligen Diktaturen des Ostblocks nicht zur Perfektion gelangte, hat aktuell Chancen auf Verwirklichung.

 

“Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert”

(Alexander Solschenizyn)

 

Dieses Zitat bedarf einer Ergänzung. Denn die Diktaturen des Ostblocks, so auch die DDR, haben sehr wohl Kriminelle strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Richtig ist aber auch, dass in diesen Diktaturen Andersdenkende und politische Gegner kriminalisiert wurden. Somit ist der aktuelle „Systemzustand“ nach den Ausführungen von Alexander Solschenizyn wohl die Perfektion des „marxistischen Systems“, denn es verschont tatsächlich die Kriminellen und kriminalisiert gleichzeitig die Andersdenkenden.

 

Wie definierte eigentlich die DDR den Begriff „Volk“?

Auszug aus dem Philosophischen Wörterbuch der DDR (1969).

 

„… Die Hauptkriterien dafür, ob eine Klasse oder gesellschaftliche Schicht als Teil des Volkes betrachtet werden kann, ist nicht deren Stellung in der Gesellschaft als «Produzent materieller Güter» bzw. als «Werktätiger», sondern ist ihr objektiv bedingtes Interesse und ihre Fähigkeit, aktiv an der fortschrittlichen Entwicklung der Gesellschaft teilzunehmen.“

(Quelle: Philosophisches Wörterbuch / VEB Bibliographisches Institut • Leipzig • 1969) 

Bezieht man sich auf diesen Ausschnitt der Definition „Volk“, muss man nicht einmal widersprechen.

 

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 16a (1)

Es lohnt sich immer wieder, das Grundgesetz zu lesen… (Auszug aus Art 16a)

 

(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden…

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13. August, Tag des Mauerbaus: „Es tut weh – auch heute noch! // Gastbeitrag von Peter Helmes

Veröffentlicht am 13. August 2015 // von conservo 

 

Verehrte Leser, was ist schon der 13. August? Ein Tag wie jeder andere! Mitnichten! Am 13. August 1961 zeigte der Sozialismus seine häßlichste Fratze. Das deutsche Volk in der DDR war es satt, gegängelt, kontrolliert, verfolgt und geknechtet zu werden. Sie hauten in Scharen ab und flohen in den (vermeintlich) „freien“ Westen. Ulbricht und seinen Schergen blieb schließlich keine andere Möglichkeit, „die Abstimmung mit den Füßen“ gegen den Sozialismus dadurch zu verhindern, daß sie eine Mauer errichteten – den „antikapitalistischen Schutzwall“, eben am 13. August.

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„Verborgene Wunden“ // Von Dr. Karl-Heinz Bomberg (Hg.), erschienen im Psychosozial-Verlag

Buchbesprechung

 

Das Thema aktueller Flüchtlingsströme dominiert derzeit die Medien und politischen Debatten. Dabei wird leicht die Situation von Flüchtlingen und politisch verfolgten der DDR übersehen, die bis heute mehr als unbefriedigend ist. Das betrifft einerseits die ungenügende Aufklärung der politischen Verbrechen in der DDR, aber auch die Tatsache, dass die Täter kaum rechtlich zur Verantwortung gezogen wurden – gleichzeitig wurden wichtige Zeitzeugen durch eine sich schnell etablierende „Aufarbeitungsindustrie“ (von Verfolgten auch liebevoll „VEB Aufarbeitung“ genanntdaran gehindert, ihre wertvollen Erfahrungen einzubringen, was zu einer desinformativen und oft verklärenden Bewertung des DDR-Systems geführt hat.
Es bleibt zu hoffen, dass die Flüchtlinge, welche derzeit zahlreich in unser Land kommen, im Fall eines positiven Bescheides ihres Asylantrages nicht ähnliche Erfahrungen machen müssen, wie die Flüchtlinge und Verfolgten der ehem. DDR. Die geheuchelte Menschlichkeit steht im klaren Widerspruch zum Umgang mit Verfolgten der DDR.

Im 25. Jahr der deutschen Einheit erschien das Buch „Verborgene Wunden – Spätfolgen politischer Traumatisierung in der DDR und ihre transgenerationale Weitergabe“ (Dr. Karl-Heinz-Bomberg, Hg.).
Das Buch thematisiert u.a. die Gesundheitsschäden politisch Verfolgter der ehem. DDR, Therapiekonzepte und die unbefriedigende Entschädigungspraxis.

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Prolog in eigener Sache: Im Kontext einer Recherche zum OV „Neuro II“ und einem IMB der Staatssicherheit der DDR verstarb 2007 ungeklärt der Journalist und politisch Verfolgte der DDR Rudolf S.. Rudolf S. wurde eine Entschädigung für einen NVA-Unfall verweigert, weil Akten der NVA 1990 vernichtetet wurden und er den Nachweis über das Unfallgeschehen nicht erbringen konnte. Er war politischer Häftling in der DDR und wurde freigekauft. Nach der sog. Wende versuchte er die entsprechenden Akten einzusehen, was durch die Vernichtung  nicht möglich war. Ihm wurde diese Bildmontage gewidmet. (M. Sachse 2007). Aus aktuellem Anlass erweitere ich die Widmung für 
Willy Schreiber *25.12.1937-† 27.07.2015, der sich 25 Jahre in der Bundesrepublik um die Anerkennung seiner Verfolgung und Rehabilitierung bemühte. Vergeblich. Mit seinem Buch Im Visier – Chronik einer Flucht“ hat er uns ein wertvolles Dokument der Zeitgeschichte hinterlassen. Die dort aufgezeigten Verstrickungen eine Rechtsanwaltes in seine Verfolgung durch die Staatssicherheit der DDR wurde nie aufgeklärt. Erst wenn der letzte Zeuge der DDR-Verbrechen verstummt, wir dieses Land zur Ruhe kommen – ohne jemals die Verbrechen aufgeklärt zu haben.

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