25 Jahre deutsche Einheit – 25 Jahre Defizite bei der Aufklärung der DDR-Diktatur // Zum Tag der deutschen Einheit am 03. Oktober 2015

Hintergründe und Fakten zur Nicht-Aufklärung von Verbrechen der DDR-Diktatur // Das Buch „Magdalena“ von Jürgen Fuchs.

 

 

 

Video Gedenkstätte Hohenschönhausen // Objekt H-1: // Regie/Kamera/Produktion: Martin Sachse 12.2010

 

Während Politiker, Parteien und Verbände zum Tag der Einheit am 03. Oktober 2015 wieder gern die endlose Erfolgsgeschichte der deutschen Wiedervereinigung repetieren, sehen Kritiker diesem Treiben skeptisch und zugleich ernüchtert zu. Den unbestrittenen Erfolgen nach der Wiedervereinigung stehen u.a. eine defizitäre Aufklärung der DDR-Diktatur und Entschädigungspraxis gegenüber. Von den ursprünglichen Intentionen der einstigen DDR-Opposition findet sich darüber hinaus in der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung nichts.

So wird die systemkonforme Flüchtlingsdebatte die kritische Sicht der einstigen DDR-Opposition und der DDR-Flüchtlinge auch an diesem Tag überschatten. Begriffe wie „VEB Asyl“, VEB Aufarbeitung“ oder “Neue DDR“ machen die Parallelen zur ehemaligen DDR deutlich. Die systematische Ausgrenzung von Zeitzeugen der DDR hat dazu geführt, dass wertvolles Wissen ungenutzt blieb oder unwiderruflich verloren ging.

Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung zeigt nicht ansatzweise eine tragfähige Vision oder Strategie für die Zukunft auf. Diese Entwicklung ist nicht von den Fehlern und Versäumnissen der letzten 25 Jahre zu trennen. Der Rechtsstaat hat nicht nur in Bezug auf die Aufklärung und Entschädigung der DDR-Verbrechen versagt, sondern „verzichtete“ auch auf eine konsequente Verfolgung der Täter.

Nicht selten sind heute DDR-Verfolgte wieder mit den Tätern von einst konfrontiert, die ohne Schwierigkeit ihre Übernahme in politische und kommunale Ämter vollziehen konnten. Das betrifft Versorgungsämter wie Sozialbehörden und auch Gerichte (vgl. auch: Verborgene Wunden, Pschychosozial-Verlag, Hg. Dr. Bomberg). Die entstandenen Parallelen zur DDR-Gesellschaft führen, wie die Konfrontation mit den Tätern von einst, bei den Betroffenen zu einer erneuten Traumatisierung durch permanente Trauma-Wiedererinnerungen.
Interessant ist, dass viele in den „alten Bundesländern“ sozialisierte Menschen den aktuellen Wandel zu einer Meinungs- und Gesinnungsdiktatur (nicht nur in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte) erkennen – was die Menschen in Ost und West zunehmend verbindet.

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Zitat zum Sonntag // 20. September 2015

Ein zeitloses Zitat von aktueller Bedeutung

 

„Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“

(Thomas Mann // Schriftsteller, Literatur-Nobelpreis 1929)

Zeit für eine Trennung von CDU und CSU // Gastbeitrag von Peter Helmes

„Beispiellose Fehlleistung, verheerende Spätfolgen“ 

 

Kein Zweifel: In der CSU gärt es. Die „Basis“ ist unzufrieden mit ihrem Vorsitzenden, dem sie wegen seiner politischen Pirouetten längst das Etikett „Drehhofer“ verliehen hat. Mandatsträger und einflußreiche Funktionäre sorgen sich um das Profil der CSU – leider meist hinter vorgehaltener Hand. Nicht so der frühere Innenminister Hans-Peter Friedrich: Der oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende warf der Bundesregierung eine „beispiellose Fehlleistung” in der Flüchtlingspolitik vor.
(Nordbayerischer Kurier 11.09.15)

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Presseinformation: 22.000 Flüchtlinge in über 100 Zügen // DB-Presse / Presse / 098/2015

Manches ist so peinlich, dass eine sachliche Kommentierung schwer fallen würde. Nur so viel dazu:

 

„Bei der Bahn arbeiten schon heute Mitarbeiter aus weit über 100 Nationen miteinander, das ist gelebte Integration.“
Das ist zu begrüßen, hat aber mit der aktuellen Flüchtlingsthematik wenig zu tun. Die Vorstellung, die Einwanderung benötigter Fachkräfte durch Armutsmigration ersetzen zu können, ist illusionär. Das zeugt von der Realitätsferne der Politiker und Wirtschaftsakteure.

 

Auszug aus der Presseerklärung:

„Für uns ist es selbstverständlich, dass die DB mit allen Kräften unterstützt, um diesen in existentielle Not geratenen Menschen zu helfen“, sagte DB-Chef Rüdiger Grube. „Planer und Disponenten in den Betriebszentralen und  ICE-Werken haben mit Hochdruck daran gearbeitet, zusätzliche Züge zusammenzustellen und in den Fahrplan aufzunehmen. Ich danke allen Mitarbeitern und den vielen freiwilligen Helfern auf den Bahnhöfen überall in Deutschland“, so Grube weiter. „Bei der Bahn arbeiten schon heute Mitarbeiter aus weit über 100 Nationen miteinander, das ist gelebte Integration.“

Quelle: Deutsche Bahn AG, Presse/Unternehmenskommunikation)

 

Anmerkung: Die Bahn sollte sich Gedanken über neue Sicherheitsstandards machen, um sie der aktuellen Situation anzupassen. Das Sicherheitsgefühl vieler Fahrgäste ist bereits jetzt erheblich beeinträchtigt.

Und noch eine Ergänzung: Die „öffentliche“ Debatte zum Thema „Flüchtlinge“ scheint völlig losgelöst von der realen Situation unseres Landes geführt zu werden und erinnert an Durchhalteparolen von Erich Honecker, der anlässlich der Festansprache zum 40. Jahrestag der DDR 1989 (Anm. 1) zur Richtung des Sozialismus u.a. formulierte:

„Vorwärts immer – rückwärts nimmer.“

Wie sich die Zeiten ähneln.

(Anm. 1) Wenige Tage später wurde das Ende der DDR besiegelt. 26 Jahre später … Ausgang offen.

Zitat zum Sonntag // 13. September 2015

Horst Seehofer über Frust und Folgen nach den Asyl-Entscheidungen der Kanzlerin: „Ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird….“, schreibt der Merkur zum „UNIONS-ZOFF ÜBER (die) ASYLPOLITIK“

 

Zitat:

„Die Kanzlerin hat sich meiner Überzeugung nach für eine Vision eines anderen Deutschland entschieden.“

(Quelle: Merkur.de // 12.09.15 – 20:55)

Und noch ein Zitat zum Sonntag // 13. September 2015

Auf den Punkt gebracht.

 

„…Schließlich verteilen gute Menschen ihr eigenes Geld, Gutmenschen aber das der anderen!…“

(Quelle: JA/Junge Alternative für Deutschland / Sven Tritschler)

„Nation“ – Will Bundespräsident Gauck eine andere Definition? // Gastbeitrag von Peter Helmes

„Nation“ – Will Bundespräsident Gauck eine andere Definition?

 

Veröffentlicht am 11. September 2015 von conservo (www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes
Will der Mann eine andere Nation? Oder weiß er mit dem Begriff „Nation“ nichts anzufangen? Gauck faselt ungeniert davon, man müsse den „Begriff Nation neu definieren“ (Interview im Bonner Generalanzeiger vom 29.08.15). Da läuten alle Alarmglocken, doch niemand scheint hinzuhören. Eine öffentliche Debatte hat jedenfalls (bisher) nicht eingesetzt, wäre aber dringend geboten. Denn es offenbart sich hier ein eigenartiges politisches Verständnis des Ersten Mannes der Republik. Was bedeutet eigentlich „Nation“? Schauen wir doch ´mal zuerst, wie einzelne „Sprachinstitutionen“ den Begriff der Nation erläutern: „Gemeinsame Sprache, Tradition, Sitten, Gebräuche oder Abstammung“.

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In Erinnerung an das Volk der Dichter und Denker // „Der Zauberlehrling“ von 1798 // Ein Nachruf

Zitat aus der Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe

„…Und sie laufen! Naß und nässer
Wirds im Saal und auf den Stufen,
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen!
Ach! da kommt der Meister!
Herr, die Noth ist groß,
Die ich rief die Geister
Werd ich nun nicht los.
„In die Ecke, Besen! Besen!
Seyds gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.““

(Quelle: Der Zauberlehrling (1798),  Johann Wolfgang von Goethe)

Analogien der Ballade zu aktuellen Ereignissen können nicht ausgeschlossen werden. Im Unterschied zu damals gibt es heute keinen alten Meister, der die gerufenen Geister bändigen könnte.

Zeitenwende 1798-2015:

1798: Es gab noch Meister, die Probleme lösen konnten.

2015: Die Meister sind uns abhanden gekommen – dafür haben wir ein Land voller (selbst ernannter) Experten. Schöne Aussichten!

Manchmal steht in Wörterbüchern mehr, als man ahnt.

Übersetzung von „homeland“ auf bab.la

 

homeland (auch: home country, native land)
Our nation and homeland are what is most sacred to us, after God and the family.

Heimatland {n}
Unser Volk und unser Heimatland sind uns, nach Gott und der Familie, am heiligsten.

(Quelle: http://de.bab.la)
 

Leider gibt es keine Pflichtlektüre für Politiker und Medienvertreter.

 

Presseerklärung der AfD zum Auftakt ihrer Herbstoffensive 2015

Berlin, 8. September 2015. Unter dem Motto „Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen“ will die AfD den Dialog mit den Bürgern suchen.

 

Ein Kurzkommentar zur Presseerlärung der AfD

Es scheint dringend geboten, Konzepte für die aus dem Ruder gelaufene Flüchtlingspolitik zu entwickeln und diese konsequent und zeitnah umzusetzen. Die im Bundestag vertretenen Parteien haben, wie auch die europäischen Entscheider, Lösungen vermissen und eine gefährliche Entwicklung entstehen lassen, die weder den politisch Verfolgten und Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, noch den notwendigen Vorraussetzungen einer stabilen politischen und wirtschaftlichen europäischen Ordnung gerecht wird. Unabhängig von politischen und Fraktionszwängen sollten sich alle politischen Kräfte umgehend um einen Dialog unter Einbeziehung der Bürger bemühen. Dazu sollten Volksentscheide auf Bundesebene gesetzlich verankert werden.

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