36. Kirchentag Berlin // Wenn von Nächstenliebe und Toleranz gesprochen – und das Gegenteil gelebt wird // Über Ausgrenzung und Intoleranz

Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus // 26. Mai 2017 // Am Ende der PM kurz kommentiert

 

Der Landesvorsitzende der Alternative für Deutschland Berlin, Georg Pazderski, wirft dem evangelischen Landesbischof Markus Dröge vor, unchristlich zu reden und zu handeln und überdies die AfD wahrheitswidrig zu verleumden:

„Bischof Dröge hat auf der gestrigen Podiumsdiskussion mit der Bundessprecherin der Christen in der AfD nachdrücklich unter Beweis gestellt, dass die evangelische Kirche in Deutschland sich Lichtjahre von ihrem eigentlichen religiösen und seelsorgerischen Auftrag entfernt und zu einer politischen Vorfeldorganisation von Linken, Grünen und SPD gewandelt hat.

 

In den Augen von Funktionsträgern wie Dröge findet so ziemlich jeder Verständnis, selbst Schwerstkriminelle werden von den Kirchenoberen immer wieder damit exkulpiert, auch sie seien Kinder Gottes. Verständnis für Mitglieder oder Anhänger der AfD hingegen vermag der Gottesmann trotz der von ihm immer wieder betonten Pflicht zur Nächstenliebe nicht aufzubringen, im Gegenteil: Er spricht ihnen sogar ab, wahre Christen zu sein1.

Interessant ist Dröges Behauptung, im Programm der AfD finde sich ‚kein christliches Menschenbild‘. Wenn der bessere Schutz ungeborenen Lebens, die Förderung und Unterstützung der klassischen Familie, die Gewährung von Asyl und Schutz für tatsächlich Verfolgte und die Bewahrung von Natur und Umwelt als Teil der Schöpfung nicht mehr dem christlichen Menschenbild entsprechen, dann sollte der Bischof das seinen Gläubigen auch deutlich sagen. Oder sollte er etwa die Unwahrheit gesagt haben…?

Tatsächlich zeigt sich Dröges angespanntes Verhältnis zu Wahrheit und Aufrichtigkeit im Laufe der Diskussion häufiger. Mehrfach zitierte er angebliche Passagen aus dem AfD-Programm, die sich jedoch weder im Grundsatz-, noch im Bundestagswahlprogramm der Partei finden. Da ich ihm nicht unterstellen möchte, dass er sich vorab nicht informiert hat, tat er dies offensichtlich wissentlich. Er verstieß also mehrfach und bewusst gegen das achte Gebot.

Die ganze Verlogenheit der Position Dröges und der evangelischen Kirche insgesamt zeigt sich darin, dass die AfD unausgesetzt verdammt und als unchristlich dargestellt wird, während fast zur selben Zeit eine Bundeskanzlerin, die Waffen in Krisengebiete liefern lässt, und ein ehemaliger US-Präsident, der selbst einräumt, dass er den Tod Unschuldiger zu verantworten hat2, sich im Rahmen des Kirchentages als große Christen inszenieren dürfen.

Erfreulicherweise zeigt sich, dass Dröge und seine Bischofskollegen viele Gläubige zunehmend vor den Kopf stoßen. Immer mehr Christen stimmen mit den Füßen ab, verlassen die etablierten Kirchen und engagieren sich in Freikirchen. Christen wählen Untersuchungen zufolge genauso häufig die AfD, wie Bürger ohne religiöse Bindung.“

(Quelle: Presse, AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin)

 

Kurzkommentar:

Den Ausführungen ist nichts hinzuzufügen. Fast zeitgleich mit der hier veröffentlichten Pressemitteilung erreichte mich die Nachricht, dass bei einem Angriff auf einen Bus mit koptischen Christen in Ägypten mehr als 20 Menschen getötet worden sind. Auch in der gesamten Flüchtlingsdebatte, wo Politik und Medien wenig über die barbarischen Verbrechen an Christen zu berichten wissen (einschließlich der Verfolgung von Christen in Flüchtlingsunterkünften), zeigt sich die Aktualität des Zitats von Martin Luther:

„Für Heuchelei gibt´s Geld genug, Wahrheit geht betteln.“

Der 36. Kirchentag als Wahlkampfarena für Merkel durch Obama ist dabei nur eine Facette. Mit christlichem Glauben ist das schlicht unvereinbar.

Die Debatten sind unehrlich. Wie weit sich dabei auch die Kirche von ihren eigenen Grundsätzen entfernt hat, zeigt dieser Kirchentag in aller Deutlichkeit auf.

So geht die Wahrheit, um es mit Luther zu sagen, weiter betteln!

 

Siehe auch:

 

 

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