„Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts“ // Buchkritik // Gastbeitrag von Peter Helmes

Maas-Buch: „Wegschmeißen statt lesen! Eine Strategie gegen Links-Maas“

 

Von Peter Helmes

 

Der Originaltitel verrät den Urheber:

„Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts“

 

von Heiko Maas (Autor), Michael Ebmeyer (Mitwirkende), 1.2 von 5 Sternen / 100 Kundenrezensionen

Der Linksaußenseiter Heiko Maas hat ein Buch geschrieben. DER – ein Buch? Kaum zu glauben; denn bisher mußte man glauben, daß er außer seinem Namen nichts richtig schreiben kann (dafür liest er ihn aber umso lieber). Es ist kein Buch, das die Welt verändern wird, schon gar nicht eines, das die Welt bräuchte – und schon überhaupt kein Buch, das eines Bundesjustizministers würdig – und angemessen – wäre. Es ist ein Hetzbuch gegen rechts. Wer etwas anderes erwartet hatte, kennt den Saarländer nicht: substanzloses Gewäsch, Aufbau eines „rechten“ Popanzes, um vom eigenen Versagen (und dem seiner Partei) abzulenken.

Aber im Werbetext auf Amazon heißt es unverdrossen:

„Rechtspopulisten treten in den letzten Jahren immer lauter und unverhohlener auf: Die AfD ist in mehrere Landesparlamente eingezogen, rechte Demagogen versuchen mit ihren Parolen die öffentliche Debatte zu vergiften und an sich zu reißen. Ein Politiker, der dem Schutz unserer demokratischen Kultur verpflichtet ist, darf zu diesen Entwicklungen nicht schweigen.

 

In seinem engagierten und sehr persönlichen Buch entlarvt Heiko Maas die Methoden der neuen Rechten: wie sie Ängste schüren, Untergangsstimmung verbreiten und rassistisches Denken salonfähig machen wollen, wie sie sich jeder sachlichen Auseinandersetzung verweigern – und wie sie das Internet als Propagandamaschine nutzen.

Maas hält dagegen: klar, streitbar, konstruktiv. Er zeigt nicht nur, dass die Rechtspopulisten keine tragfähigen Lösungen für die Probleme unserer Zeit bieten, sondern auch, wie wir der neurechten Stimmungsmache und dem Jargon der Verrohung mit guten Argumenten und mit einer konsequent ruhigen und sachlichen Sprache entgegentreten können.“

Das ist also die Einführung in das Buch des deutschen Bundesjustizministers, eines Mannes also, dessen Amt ganz besondere Neutralität gebietet.

Doch unverhohlen drischt er auf „rechts“ – und meint die AfD. Darf das ein Justizminister? Natürlich nicht! Besser wäre es gewesen, er wäre thematisch bei den Aufgaben seines Ministeriums geblieben. Da stellen sich drängendere Fragen, etwa, warum deutschen Journalisten und Autoren das Urheberrecht – und damit die Vergütung für ihre Arbeit – dergestalt beschnitten wird, daß ihre Erzeugnisse in Zukunft kostenlos(!) nahezu jedermann zugänglich sein sollen. Wir hätten gerne gewußt, was Maas dazu treibt, solche Pläne in einen Gesetzentwurf zu gießen: Es soll in Zukunft Bibliotheken erlaubt sein, Artikel (z. B. aus Zeitungen) zu vervielfältigen und übers Internet zu verbreiten

Gleichzeitig verkündet sein bisheriger Parteifreund, der neue Bundespräsident Steinmeier, auf dem evangelischen Kirchentag, es brauche auch weiterhin Medien, „bei denen nicht die Quote oder die Klickzahlen im Internet“ zählten, sondern in denen „Neugier und journalistische Qualität an erster Stelle“ stünden.

Der Gesetzentwurf des Heiko Maas unterläuft diese eigentlich selbstverständliche Forderung mit seinem neuen Gesetzentwurf, der letztlich der Tod der freien Medien wäre. Denn wie sollte sich der vom Bundespräsidenten geforderte „Qualitätsjournalismus“ eigentlich finanzieren, wenn Kreti und Pleti freien, kostenlosen Zugang zu seinen Werken erhielte.

Interessiert Maas nicht. „Kampf gegen rechts“ ist wichtiger!

Oder wie wär´s mit einem Beitrag Maas´ zu einem anderen brennenden Problem gewesen: Der Bekämpfung der illegalen Einwanderung und des Asylbetruges und der laschen Strafverfolgung durch die Justizbehörden und der stetigen Ausweitung der kriminellen Tätigkeit der Clans oder dem Einfluß der DITIB in der Gefangenenbetreuung? Und, und, und.

Nein, der Bundesgerechtigkeitsminister, der nichts Gescheites auf die Beine kriegt, schmeißt lieber Nebelleuchten: Die AfD muß bekämpft werden – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Aber die Luft ist raus, Herr Maas! Selbst die Letzten haben mit Ihrem unsäglichen Machwerk kapiert, daß Sie außer heißer Luft nichts produzieren können und verzweifelt versuchen, nunmehr als Literat in die Geschichtsbücher einzugehen.

 

Miserable Leserresonanz! Bravo, Herr Maas: 1 Buch, 1 riesen Mißerfolg!

Es kam, wie es kommen mußte. Die Leser haben bereits ihr Urteil gefällt. Das Resultat: Von 100 Kundenrezensionen bei Amazon – man kann 1-5 „Sterne“ vergeben – fielen ganze 5 auf 5 Sterne, 1 auf 4, 0 auf 3, 1 auf 2 und 93(!) auf 1 Stern. Eine absolut miese Bilanz! Das ist gewiß keine Empfehlung für Herrn Maas. Aber Beileid wäre geheuchelt. Eher muß man feststellen: Schuster, bleib bei Deinen Leisten, und geh´ zurück an die Saar! Dort ist ein Schaden überschaubar.

(Quelle: Peter Helmes, veröffentlicht am von conservo, mit freundlicher Genehmigung)

 

Meine Ergänzung:

In der Nationalen Volksarmee (NVA) der ehem. DDR hatten die EKs (Entlassungskandidaten) ein Maßband. Jeden Tag wurde ein Zentimeter abgeschnitten. So kam man dem ersehnten Tag der Entlassung näher und ließ täglich das Grauen ein Stück weit hinter sich.

So steht dieses Maßband symbolisch für die Zeit bis zur Wahl 2017.

 

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