6. Juni: Bundesweiter „Aktionstag gegen Schmerz“ // Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Presseerklärung der IGFM // Frankfurt am Main, 04. Juni 2017

 

IGFM: „Kein roter Teppich für Folterknechte!“

Die Ignoranz gegenüber systematischer Folter ist moralische Bankrotterklärung Deutschlands – Ägypten so repressiv wie nie

Im Zentrum des bundesweiten „Aktionstags gegen Schmerz“ stehen eigentlich Schmerzpatienten in Deutschland. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) plädiert dafür, sich ab jetzt auch anderen Schmerzopfern zuzuwenden. „In Folterstaaten wie Ägypten sind die Regierungen und ihre Behörden die Ursache für absolut unerträgliche Schmerzen tausender Menschen“, kritisiert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Systematische Folter sei aus diplomatischer Rücksichtnahme für die Verantwortlichen, die in Deutschland wegen wirtschaftlicher Unterstützung vorsprechen, „praktisch folgenlos“. Nach Ansicht der IGFM könne und müsse die Bundesregierung mehr tun, als in Lippenbekenntnissen ihre Sorge auszudrücken.

Unter dem Motto „Kein roter Teppich für Folterknechte!“ fordert die IGFM die Bundesregierung auf, Staatsoberhäupter und Regierungschefs direkt mit ihren Verbrechen zu konfrontieren. „Die Ignoranz gegenüber systematischer Folter ist eine moralische Bankrotterklärung Deutschlands“, erklärt die IGFM. Deutschland dürfe sich dadurch nicht weiter an systematischen Grausamkeiten mitschuldig machen.

 
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