Das Un-Zitat zum Wochenende // Von Heiko Maas (SPD)

Heiko Maas zur Identitären Bewegung / Zitat:

 

„Die Identitären sind keine ,Bewegung‘, sie sind eine extrem radikale und rassistische Minderheit“.

 

(Zitatquelle: www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-mitte-blockade-identitaere-loesen-demo-auf/19945652.html)

 

NB

Ich werde nach Sichtung des umfangreichen Video- und Audiomaterials über die Demo der IB im Berliner Wedding berichten. Sachlich und neutral. Wer laut Nazi oder Rassist brüllt und friedliche Versammlungen durch Blockaden stört/verhindert, hat noch lange keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit. Er beweist lediglich, dass ihm Argumente fehlen. Diese Haltung ist auch nicht links! Sie dient lediglich den Machteliten, die (pseudo-)Linke für ihre eigenen Interessen instrumentalisieren.

 

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Geschmackloses (Fr)essen // Kreuzberger Befindlichkeiten

Die wenig kreative Platzierung eines Aufklebers auf dem WC eines Kreativ-Kaufhauses in Berlin-Kreuzberg

 

Vom Texter und Liedermacher der ehem. DDR, Gerulf Pannach, stammt wohl die Aussage:

Und wenn es sein muss, bring Deine Worte bis auf die Aborte…

Nun blieben leider selbst auf dem WC die kritischen (sprich: staatsfeindlichen) Worte der Staatssicherheit nicht immer verborgen. Kritiker des SED-Regimes nutzten alle Möglichkeiten, ihre Worte in die Öffentlichkeit zu bringen. Und genau das ehrt diese Menschen bis heute. Nicht damit zu verwechseln sind Geschmacklosigkeiten, wie das nachfolgende Beispiel. Unabhängig von einer dringend notwendigen Klärung, ob nun erneut alle Menschen mit einer eigenen und vielleicht auch abweichenden Meinung „Nazis“ sind, sollten nach zwei deutschen Diktaturen diese und ähnliche „Titulierungen“ nur noch in die Geschichtsbücher gehören.

 

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Menschenfresser, Verzeihung: Nazi-Fresser in Kreuzberg / Fotografie: M. Sachse / 12.2016

 

Gerulf Pannach (1948-1998) war Liedermacher und Texter und arbeitete eng mit der Klaus Renft Combo zusammen. Auf Grund der kritischen Texte kam es zu Auftrittsverboten von Gerulf Pannach und der Renft-Combo. Nach monatelangen Verhören und Haft wurde Pannach 1977 aus der DDR ausgewiesen und nach Westberlin abgeschoben. Durch seinen frühen Tod bleibt ihm der erneute Hass auf Andersdenkende erspart. Ein kleiner Trost.

Zur Unverantwortlichkeit der Politiker und Abgeordneten // Die sog. Idemnität

Ein weiteres Kapitel der „Deutschlandakte“ von Hans Herbert von Arnim
(Auf diesem Blog wurde „Die Deutschlandakte“ bereits vorgestellt)

 

Beleidigungen von Politikern untereinander, wie die der etablierten Parteien gegen die AfD, als auch Beleidigungen und Pöbeleien von Politikern gegen Bürger (Stichworte: Pack, Mischpoke, Nazis), haben Hochkonjunktur. So bekommt die „Deutschlandakte“, erschienen in der Erstauflage 2008, auch in dieser Hinsicht eine unerwartet aktuelle Bedeutung. Das diese strafbewehrten Handlungen für Politiker im Gegensatz zu Bürgern vom Gesetz her ein Freibrief sind, legte Hans Herbert von Arnim in seiner „Deutschlandakte“ dar und schrieb:

„Abgeordnete besitzen einen Freibrief, missliebige Bürger oder Presseorgane in den Augen der Öffentlichkeit herabzuwürdigen. In öffentlichen Auseinandersetzungen mit Kritikern wird dies zum ungerechtfertigten Privileg, das mit dem Grundsatz der Waffengleichheit unvereinbar ist“.

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Zitat zum Sonntag // Ignazio Silone zugeschrieben

Zum inflationären Gebrauch des Begriffes „Rechtspopulismus“
durch die politisch korrekte Öffentlichkeit.
Ein Erklärungsversuch zur Diskreditierung politisch Andersdenkender.

 

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“
(Quelle: Wikipedia, Ignazio Silone zugeschrieben, schriftlich nicht belegt)

Man kann das Phänomen auch mit Wolf im Schafspelz umschreiben.

Und auch ein Satz von Kurt Tucholsky beschreibt es exakt:

„In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
(Quelle: Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Siehe auch: Vizekanzler Sigmar Gabriel zur AfD: Sie sei „offen rechtsradikal“ und pflege die „Sprache der NSDAP“